Junge Welt, 9./10.5.2009 "Den Zusammenhang von Krise und Krieg aufzeigen"
Schweinfurter Tageblatt & Schweinfurter Volkszeitung, 6.5.2009
Anti-Kriegs-Aktion vor Werkstoren
Nürnberger Zeitung, 5.5.2009
Ein Krokodil für den Frieden
Nürnberger Nachrichten, 5.5.2009
Bestie wirbt für Anti-Kriegs-Veranstaltung
junge Welt, 2.5.2009
Links
VVN Bremen
Turnitdown
Zum Film
Weser-KurierPDF

Gedenktag zur Befreiung vom Hitlerfaschismus

36 Vertrauensleute aus Bremer DaimlerChrysler-Werk beteiligen sich an Antikriegsaktion

Von unserem Redaktionsmitglied
Andrea Suhn

BREMEN. Als Marat Fjodorowitsch Jegorow seinen Vortrag mit dem Appell: "Ihr sollt Soldaten des Friedens sein - seid wachsam!" beendet, bekommt er von den rund 100 Zuhörern im Saal des Bürgerzentrums Neue Vahr stehende Ovationen. Der ehemalige sowjetische Oberleutnant der Roten Armee sprach in einer emotionalen Rede anlässlich des Gedenktages zur Erinnerung an die Befreiung vom Hitlerfaschismus am 8. Mai 1945, der gestern in Bremen stattfand.

Organisiert hatte die Veranstaltung die internationale Antikriegsaktion "Das Begräbnis oder die Himmlischen Vier". Der Name entstand in Anlehnung an Bertholt Brechts "Legende vom toten Soldaten" und die vier alliierten Siegermächte (USA, Russland, Frankreich und Großbritannien). Seit 2006 veranstaltet das Aktionsbüro den Erinnerungstag. Nach zwei Gedenktagen in Berlin, 2006 und 2007, fand der Aktionstag erstmals in Bremen statt. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Brecht-Jugendprojekt "Der Tag der Commune/Roter Pfeffer".

Ausschlaggebend für die Hansestadt als Aktionsort waren 36 IG-Metall-Vertrauensleute aus dem DaimlerChrysler-Werk in Bremen, die sich aktiv an der Planung beteiligten. "Es sind nicht nur Arbeiter, die immer wieder in den Krieg geschickt werden. Sie sind auch diejenigen, die die Kriegswerkzeuge bauen", sagte einer der Mitorganisatoren, Gerhard Kupfer. Da es viele Arbeiter gebe, die sich darüber zu wenig Gedanken machten, ist es seiner Ansicht nach Aufgabe der Gewerkschaften, darauf aufmerksam zu machen. "Viele machen einfach nur ihren Job - dabei haben wir schon zweimal gesehen, zu was das geführt hat."

Neben Reden von Gewerkschafts-Vertrauensleuten von DaimlerChrysler, BMW und MAN war die Veranstaltung durch künstlerische und musikalische Einlagen und Erinnerungen von Zeitzeugen wie die Rede des Kriegsveteranen Marat Fjodorowitsch Jegorow geprägt.

Für die Bremer IG-Metall-Gewerkschaftler sprach Gerwin Goldstein. Er machte auf die Gefahren einer neuerlichen Rüstung aufmerksam und forderte dazu auf, sich immer wieder die Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen. "Als Gewerkschaftler fühle ich mich aufgefordert, Kriegsvorbereitungen zu verhindern", sagte Goldstein zum Abschluss seiner Rede.

Unter den Zuhörern waren allein 70 Arbeiter des DaimlerChrysler-Werks in Bremen. Die Brüder Hans und Helmut Killer hatten eine weite Anreise. Sie waren extra aus Nürnberg gekommen. "Ich finde Veranstaltungen dieser Art sehr wichtig, vor allem wenn man sie in einen aktuellen Bezug stellt wie diese", meint Hans Killer. "Imponiert hat mir vor allem die Beteiligung der 36 Bremer Vertrauensleute. Ich glaube, das wäre bei mir in der Firma nicht möglich."

PDF taz, 10.5.2008

heute in bremen

"Das Land wird auf Krieg vorbereitet"

Das Aktionsbündnis "Die Himmlischen Vier" erinnert ans Ende des Zweiten Weltkriegs

taz: Herr Eggerdinger, erleben wir heute eine radikal-pazifistische Veranstaltung?

Stefan Eggerdinger, Aktionsbüro die Himmlischen Vier: Das kann eine Gedenkveranstaltung zum Kriegsende ja gar nicht sein. Die muss daran erinnern, was die anderen Länder auf sich nehmen mussten, um Hitler zu besiegen, daran, dass der äußerste Krieg notwendig war.

Die Himmlischen Vier...?

... das sind die Alliierten, die Franzosen, Sowjetunion, die USA und England.

Warum kommt dann nur ein ehemaliger Rotarmist?

Das ist ein Zufall: Beim ersten Mal, 2006, waren Veteranen aller vier Armeen dabei. Wir wollen diese Veranstaltung jedes Mal in einer anderen Stadt machen und jedes Mal soll ein anderer Veteran sprechen. Gut möglich, dass es im nächsten Jahr ein britischer oder US-amerikanischer Soldat sein wird.

Ihre Aktion gibt es seit sechs Jahren, und anfangs gab es Widerstand von den Behörden. Welche Ziele verfolgen Sie mit der Veranstaltung?

Es stimmt, es hat drei Jahre gedauert, bis wir das in Berlin und Potsdam erstmals machen durften. Wir verstehen Erinnern nicht nur als Gedenken an das, was gewesen war, sondern eben auch an das, was bei der Konferenz von Potsdam vereinbart wurde und noch nicht erreicht ist: Ein Deutschland ohne Faschisten, ohne Waffen und ohne Militär.

Ohne Militär - das ist seit der Gründung von NVA und Bundeswehr nicht mehr salonfähig.

Das mag sein, aber es ist ja kein Zufall, dass 1945 erstmals die vollständige Entwaffnung eines Landes beschlossen wurde. Jetzt aber bereitet sich dieses Land wieder auf Krieg vor, oder vielmehr: Es wird auf den Krieg vorbereitet. Bei uns sprechen deshalb auch Vertrauensleute von Bremer Großbetrieben, die sagen: Wir produzieren für den Krieg. Wenn man diese Entwicklung sieht, dann müssen wir doch daran erinnern. Auch wenn es nicht salonfähig ist.

Dass gesagt wird: Deutschland muss - wie früher die Alliierten gegen Hitler - für Sicherheit und Freiheit in der Welt auch militärisch einstehen ist keine Handlungsoption?

Nein, das ist keine Handlungsoption. Das ist ja dieselbe Politik, die Hitler auch gemacht hat: 1938 hat der gesagt, wir müssen die Außenpolitik so darstellen, dass das Volk von selbst nach Krieg schreit. FRAGEN: BES

Antikriegsaktion "Das Begräbnis oder die Himmlischen Vier", Bürgerzentrum Neue Vahr, 13.30 Uhr

PDF

Dem Faschismus mit Trommeln den Kampf angesagt

Jugendliche werben für internationale Antikriegsaktion am Sonnabend in der Vahr

PDF Junge Welt, 7.5.2008

Die "himmlischen Vier" wieder unterwegs

Bremen: Veranstaltung erinnert an die Befreiung vom Hitlerfaschismus. IG-Metall-Vertrauensleute mobilisieren gegen den Krieg

Wenn Angela Merkel, ein toter deutscher Soldat und zwei Krokodile durch Bremen ziehen, dann sind die "himmlischen Vier" wieder da und inzenieren Bertolt Brechts "Legende vom toten Soldaten". Neben dem Antikriegsstück "Das Begräbnis oder die himmlischen Vier", das 2006 in Berlin und Potsdam spielte, gibt es im Bürgerzentrum Neue Vahr weitere Programmpunkte zur Erinnerung an die Befreiung von Faschismus und Krieg. Anstelle von Historikern werden Zeitzeugen sprechen, darunter Rotarmisten der Antihitlerkoalition. Anstelle von Unternehmern sprechen Arbeiter aus Großbetrieben, zum Beispiel von Daimler und BMW, in denen längst wieder für den Krieg produziert wird. Darunter sind Arbeiter aus dem Daimler-Werk in Bremen-Sebaldsbrück, wo unter dem Faschismus 4000 Zwangsarbeiter eingesetzt waren und für die ein eigenes KZ-Außenlager errichtet worden war.

In einer Erklärung rufen 36 IG-Metall-Vertrauensleute von Daimler Bremen zu der Veranstaltung auf. "'Die Kapitalisten wollen keinen Krieg. Sie müssen ihn wollen' - dies schrieb Bertolt Brecht im Jahr 1952. Wir wollen keinen Krieg und wir müssen ihn auch nicht wollen, weil wir Arbeiter sind und weil es unser Ziel sein muß, diese zynische kapitalistische Vernichtungslogik zu durchbrechen. Unser Gegner ist nicht der Arbeiter bei BMW, nicht der Arbeiter in Polen oder der Türkei. Die Schlacht um Profite endet nicht 'nur' bei der Entlassung Hunderttausender, sondern - dies hat vor allem auch die deutsche Geschichte bewiesen - mit Elend und Tod von Millionen."(jW)
Samstag, 10. Mai, 14 Uhr, Bürgerzentrum Neue Vahr, Berliner Freiheit 10, Karten 5 Euro/ ermäßigt 3 Euro, Kontakt: 0421/4330291

PDF Märkische Allgemeine Zeitung, 18.5.2006

Geschenk Grabplatte

Die Himmlischen Vier: Angebot an die Stadt

Die Grabplatte des Toten Soldaten"Das Begräbnis oder die Himmlischen Vier" möchte der Stadt Potsdam und seinen Bürgern die Grabplatte des "Toten Soldaten" mit der Inschrift "Hier liegt ein toter Soldat. Er wurde mehrmals wieder ausgegraben und in den Krieg geschickt. Am 14.Mai 2006 wurde er von vier Veteranen der Siegermächte des letzten Weltkrieges erneut begraben. Laßt ihn in Ruhe!" als Leihgabe des Friedens übergeben. Das hat der Verein gestern dem Oberbürgermeister brieflich angeboten. Das Geschenk solle als Mahnung, daß von deutschem Boden niemals wieder Krieg ausgehen darf, angesehen werden. Ein der Grabplatte des Toten Soldaten (von dem gleichnamigen Gedicht von Bertolt Brecht) würdiger Platz sei das Glockenspiel in der Grünanlage an der Dortustraße, heißt es in dem Brief weiter.

PDF

Bist Du Deutschland oder „Vaterlandsverräter“?

Provokante Anti-Kriegsaktion „Legende vom toten Soldaten“ mit Sirenengeheul, Bomber- Flug und Begräbnis

Potsdamer Neueste Nachrichten, 15.5.2006

'Die himmlischen Vier'


Unter den aufmerksamen Blicken der Veteranen-Vertreter der vier Aliierten Aleksej A. Piskunow, Rita Stanleigh, Joe Lipsius und Pierre Pranchère (v.li.) wurde gestern der tote deutsche Soldat am Glockenspiel erst beerdigt und dann wieder ausgebuddelt Fotos (4): A.Klaer Plakative Aktionen:Der fliegende Bomber, der tote Soldat und die Panzeratrappe
PDF

Grabt den Soldaten wieder aus!

Die Himmlischen Vier waren in der Stadt

Märkische Allgemeine Zeitung, 15.5.2006

Die Aliierten und das.. Krokodil an der Glienicker Brücke Das Begräbnis Fotos(3): Köster
LinksZeitung, 14.5.2006

Was der Anachronistische Zug nicht schaffte

"Das Begräbnis oder Die himmlischen Vier" findet endlich am Reichstag statt

"Am Reichstag sollen wir nicht zu sehen sein"
Interview mit Stefan Eggerdinger in "Junge Welt", 11.5.2006
Sirenengeheul am Nauener Tor
PDF

 Märkische Allgemeine Zeitung, 18.4.06

Bombenalarm per Radio
PDF

 Potsdamer Neueste Nachrichten, 15.4.06

Videoclips zu DIE HIMMLISCHEN VIER
von
freundeskreis videoclips - 04.05.2005 22:40
Teil 1 - Das Gesamtprojekt
Berlin-Mitte, 4. Mai 2005
Florian Heiss, Aktionsbuendnis 'Das Begraebnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER erklaert das Gesamtprojekt.
Teil 2 - Das Lied vom toten Soldaten
Teil 3 - Der tote Soldat irrt durch Berlin
Teil 4 - Der tote Soldat vor dem Reichstag
Teil 5 - Behinderung einer Mobilsierungsaktion
Teil 6 - Behinderung durch Behoerden
Teil 7 - Rechtliche Schritte gegen den Berliner Senat
Teil 8 - Das Radio zur Aktion
PDS Berlin, 9.Landesparteitag, 4.Tagung, 30.4.2005

Antrag ID 2 Unterstützung "Die Himmlischen Vier"
EinreicherInnen: Projekt "Die Himmlischen Vier"
(Im Unterschied zu allen anderen Anträgen ist der Text dieses Antrags auf der Website "www.pds-berlin.de" nicht veröffentlicht.)

26.4.2005 germany.indymedia.org

Berlin: Polizei behindert Antikriegs-Theater

Mittendrin PDS Berlin-Mitte Nr.04/2005

S 6: Anita und der legendäre Soldat

"Die Demokratische Schule" GEW-Landesverband Bayern, April 2005
PDF

 Brechts "toter Soldat" könnte Nazis vertreiben ...

"Neues Deutschland" vom 08.03.2005

 Anachronismus-Zug kontra Nazi-Marsch

Brecht-Verein am 8. Mai mit Aktion am Reichstag/Versammlungsbehörde sieht Konflikte

"Metall" Nr.3/2005
PDF

 Berliner Polizei und der 8. Mai: Lanze für die Neonazis

"Freitag" 08/2005

Otto Köhler

 Toter Soldat im Reichstag

"Potsdamer Neueste Nachrichten" 11.02.2005

 Panzerattrappen und Sirenen zum Gedenken an 1945?

Jakobs lehnt Idee für Kunstaktion ab / Diskussion um Programm zum 60. Jahrestag der Befreiung

"Tagesschau" 12.02.2005

8. Mai am Brandenburger Tor

 Russische Panzer gegen NPD-Aufmarsch?

"Südwestdeutscher Rundfunk"
"Rundfunk Berlin-Brandenburg"
"Märkische Allgemeine Zeitung" 11.02.2005
"German News" 11.02.2005
"Tagesspiegel" 6.02.2005
"Junge Welt" 1.02.2005
"Frankfurter Lehrerzeitung" 1/2005, GEW Frankfurt
"Frankfurter Rundschau" 31.01.2005
"Junge Welt" 22.12.2004
Links
DKP Darmstadt
hagalil
Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken
FDJ
Arbeiterbund fü den Wiederaufbau der KPD
www.redglobe.org
pds-kreisverband-bernburg
solid