Der Zug "Klassenkampf statt Weltkrieg" wird, beginnend am Jahrestag der Befreiung in Berlin, im
Jahr 2011 durch die annektierte DDR, durch die Tschechische Republik und die Republik Polen fahren.
Schließt Euch an! Fahrt mit! Spendet für die Durchführung der internationalen Antikriegsaktion
"Klassenkampf statt Weltkrieg" zum 66. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Fordert Flugschriften
an und verbreitet sie! Diskutiert über den Kampf gegen den neuen deutschen Krieg in den
Betrieben und in eueren Gewerkschaftseinheiten! Schickt Solidaritätsadressen!
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Klassenkampf statt Weltkrieg!
Der Jahrestag der Befreiung in Berlin
"Ehe man sich's versieht, wird aus dem Märchen einer Veränderung der Welt Wirklichkeit"
sagte Claus Peymann, Intendant des Berliner Ensembles am 65. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, als dieses Ensemble vom Balkon des Theaters am Schiffbauerdamm den Zug "Klassenkampf statt Weltkrieg" begrüßte.
Die Veränderung der Welt beginnt mit dem Kampf gegen die Barbarei der Weltwirtschaftskrisen und der ihnen folgenden Weltkriege.
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Klassenkampf gegen die Verursacher der Krisen und der Kriege, Einheit der Arbeiter über die Grenzen hinweg, Zusammenschluss der Jugend der Völker diesseits wie jenseits der Grenzpfähle - davon sprachen die Redner des Zugs, Arbeiter, Vertrauensleute, Betriebsräte, Kommunisten, Sozialdemokraten, Unorganisierte, Jugendliche aus verschiedenen Organisationen auf der Rampe des Reichstags, die sich "Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER" damit ein weiteres Mal erobert hatte, auf dem Gendarmenmarkt, dem Hackeschen Markt, auf dem Alexanderplatz, am Kollwitzplatz und vor dem Berliner Hauptbahnhof. Schwankend wie auf dem 3. Wagen des Zugs die Figur des Oskar Matzerath aus Grass' Roman "Die Blechtrommel" reagierte das interessierte Publikum. |
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Als die Teilnehmer des Zuges am sowjetischen Ehrenmal den Sowjetsoldaten dankten war Frau Merkel schon in das Blauhemd der Freien Deutschen Jugend, das Hemd ihrer eigenen Jugend, gesteckt und von Jugendlichen im Blauhemd mit Gewalt in den Zug zurück in ihre DDR-Heimat geschickt worden.
Ohne die Arbeiter, ohne die
internationale Einheit der Arbeiter
hätte es keinen 8. Mai 1945,
keine Befreiung des deutschen
Volks und der ganzen Welt vom
Hitlerfaschismusgegeben. Befreit
haben uns die Arbeiter und Werktätigen
in den Armeen der USA,
Großbritanniens und anderer Länder,
in der Resistance Frankreichs.
Befreit haben uns die
Arbeiter und Bauern der Roten
Armee der Sowjetunion. Befreit
haben uns die Arbeiter auf den
Barrikaden des Aufstands in Prag
1945. Befreit haben uns die Antifaschisten
des slowakischen Aufstands
von 1944. Befreit haben
uns die polnischen Werktätigen in
der 1. und 2. polnischen Armee an
der Seite der Sowjetarmee und
der von Arbeitern geführte kämpfende
Verband polnischer Patrioten.
Sie haben ihr Leben riskiert
nicht nur für sich und Ihresgleichen,
wissend, daß nur die
Zukunft gut ist, die man sich
selbst erkämpft. Sie haben ihr
Leben eingesetzt auch für den
deutschen Arbeiter, für die Freiheit
des Volks in Deutschland.
Für den Arbeiter gibt es kein
fremdes Leid. Wo er meint, vom
Leid seiner Klassenbrüder in
anderen Ländern profitieren zu
können, wird er selbst geschlagen.
An der Seite unserer Herren
haben wir in keinem Land zu
gewinnen. An der Seite der Arbeiter
der anderen Länder können
wir nur gewinnen.
Sagt euch das nicht jeder Tag
ins Gesicht? Beweist das nicht
allein die gemeinsame Existenz
der Arbeiter als Lohnarbeiter? Die
gemeinsame Angst vor dem Morgen,
der Unsicherheit der Existenz,
der Erwerbslosigkeit, dem
Krieg? Die niedrigen Löhne in der
Bundesrepublik und in der schon
annektierten DDR drücken den
deutschen Monopolherren die
Milliarden in die Hand, mit denen
sie Hunderttausende in Polen,
Ungarn, der Tschechischen Republik
ausbeuten; mit denen sie dort
die ehemaligen Staatsbetriebe
zerschlagen und seit 1989 in ganz
Osteuropa über 10 Millionen aufs
Pflaster geworfen haben. Über 10
Millionen, eine Armee, so groß
wie die werktätige Bevölkerung
Polens. Eine Armee zum Krieg
gegen den Arbeiterlohn, zur Lohndrückerei,
nicht nur in Polen oder
der ehemaligen Tschechoslowakei,
sondern auch hierzulande.
Arbeiterin, Arbeiter in Deutschland,
vergiß nicht, daß die Verzweiflung
der polnischen Arbeiter
über ihre Hungerlöhne (ein polnischer
Streikführer: "Wenn ihr uns
nicht erlaubt, die Fabriken zu
besetzen, werden wir sie anzünden!")
- daß diese Not und Verzweiflung
deine eigene ist. Nicht
aus Gefühlsduselei. Sondern weil
das polnische und tschechische
Elend von heute das eure von
morgen ist. Eure Unternehmer reiben
sich die Hände über die
durchschnittlich 875 Euro Bruttolohn in der Tschechischen
Republik und die 736 Euro in
Polen - und drücken euren
Lohn. Die Kumpel der Kohlegrube
Budryk in Oberschlesien, die
46 Tage lang die Grube besetzten,
weil sie und ihre Familien
vom Lohn dort nicht leben können;
die 900.000 vom Juni 2008
in Böhmen und Mähren, die
gegen Hungerlöhne, Rentenklau
und die Ausplünderung
durch den Steuereintreiber
kämpften; die streikenden Arbeiter
von VW in Mlada Boleslav -
sie streikten und streiken auch
für deinen Lohn. Die Niederlage
der Arbeiter in Deutschland, die
den 1-Euro-Job passieren ließen,
ist auch die Niederlage der
zwei Millionen "Brotemigranten",
die vor der Armut in Wroclav und
Warszawa fliehen, um hier und
in anderen Ländern für Hungerlöhne
und in Blechcontainer
gepfercht Spargel zu stechen
und Hopfen zu zupfen. Dieselben
Herren, dieselbe Lohndrükkerei
hüben wie drüben, diesseits
wie jenseits der
Grenzpfähle.
Wer sind eure Brüder? Mit
wem zusammen könnt, wollt ihr
kämpfen? Mit diesen Arbeiterinnen
und Arbeitern - oder mit
denen, für die wir alle, wie es ein
Automobilmanager einmal ausdrückte,
"Kosten auf zwei Beinen"
sind?
Vergeßt nichts! Die Arbeiter
im antifaschistischen Widerstand
in Bratislava, Prag und
Warschau kämpften für unsere
Befreiung, während deutsche
Arbeiter in Uniform noch die
Grenzen der KZs und der
Arbeitslager verteidigten, in
denen Hunderttausende Sowjetbürger,
Polen, Tschechen, Slowaken
zu Tode geschunden
wurden. Vergeßt nicht: Als die
deutschen Monopolherren sich
in Kumpanei mit ihren Brüdern
in ganz Europa die Tschechoslowakei
genommen hatten, da
steckten eure Väter und Großväter
ein Jahr später in den Uniformen
und Panzern des zweiten
deutschen Weltkriegs. Die
Schande des Diktats von München
1938 war nicht nur die Niederlage
des tschechischen und
des slowakischen Volks. Es war
die Niederlage der deutschen
Arbeiter, Bauern, Handwerker
und Angestellten. Nie wieder
dürfen Arbeiter erst im Schützengraben
oder in den Trümmern
unbewohnbarer Städte
erfahren, daß ihre Freiheit nicht
teilbar ist!
Die Arbeiter und die Jugend
in Deutschland müssen dagegen
kämpfen, daß polnische
Jugend in die Bundeswehr eingezogen
und ein großer Teil der
polnischen Armee von deutschen
Truppen kommandiert
wird. Das stellt den polnischen
Arbeitern neben den Truppen
ihrer eigenen schwachen Herren
die Truppen einer starken
fremden Macht ins Land; einer
Macht, die schon deswegen
stark ist, weil sie die Banken, die
Presse und die großen Fabriken
beherrscht und Hunderttausende
polnischer Arbeiter ausbeutet.
Das stellt aber auch den
deutschen Arbeitern in ihrem
Land noch mehr Bataillone entgegen,
die heute schon die Niederschlagung
von Streiks und
den Häuserkampf in Arbeiterstädten
üben. Warum muß die
Bundeswehr so groß sein, fragt
die Süddeutsche Zeitung vom
19. März 1997. Und gibt gleich
die Antwort: damit sie möglichst
viele Truppen anderer Länder
unter ihr Kommando stellen
kann! Die selbe Bundespolizei,
die euch auf euren Demonstrationen,
in den Bahnen und auf
Bahnhöfen schikaniert, kontrolliert,
schurigelt, ist seit 1995
auch in Polen und der Tschechischen
Republik stationiert.
Die deutschen Arbeiter müssen
in ihrem Land dagegen
kämpfen. Sie können es. Vergeßt
nicht: Gegen die Annexion
der DDR habt ihr nicht
gekämpft. Sie hat den Menschen
dort die Zerstörung ihrer
Industrie, die Degradierung zu
Menschen zweiter Klasse und
die Unterdrückung durch den
Gewaltenapparat der Berliner
Annexionsrepublik gebracht.
Euch aber brachte sie millionenfache
Konkurrenz um Lohn und
Arbeit, setzte sie das Militär in
die Rathäuser, die Bundeswehr
in die Betriebe, Arbeitsämter
und Schulen, die Jägerbataillone
in die Arbeiterstädte und in
die Manöver gegen Streikende,
ließ sie die einst gegen Polen
aufgestellten reaktionären Freikorps
und eine geheime Polizei
wiederauferstehen.
Überlegt: Was ist das für eine
Ordnung, deren millionenfache
Angst vor den Ausgebeuteten
und den Völkern millionenfach
bewacht werden muß? Es ist die
Ordnung einer untergehenden
Welt, die nur durch Gewalt,
Unterdrückung und Krieg weltweit
noch weiterleben kann.
Haben wir nicht zu wünschen
und alles dafür zu tun, daß dieses
okkupierende und aggressive
Deutschland der Siemens,
der Deutschen Bank, der
Grundherren und Rüstungsprofiteure
so klein, so schwach wie
möglich ist?
Überlaßt den Kampf nicht
den Annektierten in der DDR
und den aufs höchste Bedrohten
in den Ländern Osteuropas.
Ihr könnt es nicht, denn eure
Sache steht auf dem Spiel. Mit
jedem Triumph unserer Herren
verlieren nicht nur wir, sondern
auch die anderen Völker. Mit
jedem Sieg hierzulande gegen
Militarismus und Kriegstreiberei
siegen auch die Arbeiter anderer
Länder.
Wieder starrt die Welt in Waffen.
Die vorläufige Niederlage
der Arbeiter auf einem Drittel der
Erde und damit in der ganzen
Welt hat die von den Politikern
und Generälen aller Länder versprochene
"Friedensdividende"
nicht gebracht. Die Waffenexporte
allein der Rheinmetall,
EADS, Krauss Maffei haben
sich in den letzten vier Jahren
verdoppelt. Regierungen, Generalstäbe,
Wirtschafts- und Rohstoffausschüsse,
Kriegsminister
sprechen vom Krieg - allen voran
die deutschen. Überall
ködern sie die Arbeiter, die
werktätige Intelligenz, die kleinen
Gewerbetreibenden mit
dem Nationalismus. Die, denen
keine Grenze etwas gilt, wenn
nur die Arbeitskraft billig und der
Profit hoch genug ist, schwören
die Ausgebeuteten auf ihre Fahnen
und zur Verteidigung von
Vaterländern ein, die diese gar
nicht haben. Die von den
"Polacken" reden und wie Hitler
von der "Tschechei" reihen
Jugend dieser Länder in ihre
Truppen ein, um sie in ihre Kriege
zu schicken. Wollt ihr wirklich
darauf setzen, ob es nicht diese
Weltwirtschaftskrise, sondern
das unweigerlich darauf folgende
lange Siechtum, oder die
nächste Weltwirtschaftskrise ist,
die ebenso unweigerlich folgen
wird, die wieder einmal die ganze
Welt in den Krieg stürzt?
Verhindern werden den Weltkrieg
die, die den Klassenkampf
führen. Die Grenzen gegen die
Annektierer, Eroberer und
Okkupanten sichern können nur
die, die von Grenzen nicht
getrennt werden. Gegen die
nationalistische Verhetzung
kämpfen nur die, die keine Fahne
außer der roten Fahne der
Arbeiterbewegung haben und
die die Sprache nicht eint noch
trennt. Die Ausbeutung hat sie
längst zu einer Klasse zusammengeschweißt
- die Ausbeutung
und der Kampf um eine
Welt ohne Erwerbslosigkeit,
ohne Weltwirtschaftskrise, ohne
Eroberungen, ohne Weltkrieg.
Eine Welt, in der die Arbeiter
aus Deutschland, Polen und der
Tschechoslowakei und anderen
Ländern auf den Straßen tanzen
werden, weil sie, jeder in seinem
Land, gemeinsam gekämpft und
gesiegt haben. Und ihr, die ihr
nicht Arbeiter seid, Angestellte,
Handwerker, Händler, Ingenieure
- bedenkt, auf welche Seite
ihr euch stellen wollt im Angesicht
der heraufziehenden und
bereits geführten Kriege.
"Drei Länder, eine Fahne, ein
Feind, ein Kampf, ein Sieg!" war
die Losung des deutsch-polnischen
Freiheitskongresses vom
29. Januar 1933. Die Einheit
über die Grenzen hinweg tut
not, soll ein weiteres 1914, ein
weiteres 1939 verhindert werden.
Daß die Einheitsfront der
Arbeiter diesseits und jenseits
der Grenzpfähle möglich ist,
beweist jeder neue Tag. Sie
muß geschmiedet und organisiert
werden.
Dazu fahren zum Jahrestag
der Befreiung vom Hitlerfaschismus
Arbeiter und Jugendliche
aus der BRD durch drei Länder.
Um nicht mehr und nicht weniger
zu tun als das unbedingt
Nötige: für diese Einheit aufzuklären,
zu agitieren, zu organisieren.
Was heute, am 65. Jahrestag
der Befreiung vom Hitlerfaschismus,
in den Straßen
Berlins zu sehen ist, ist die
Generalprobe. Dieser Zug
wird vom 8. bis zum 15. Mai
2011 durch die annektierte
DDR, durch die Tschechische
Republik und durch Polen
fahren.
Schließt euch an! Meldet
euch zur Mitfahrt! Spendet für
die Durchführung des Aktionszugs!
Beratet ihn in euren
Betrieben und Gewerkschaften!
Schreibt Grußadressen
für "Klassenkampf statt Weltkrieg",
gegen den Krieg und
für die Arbeiter und Werktätigen
in drei Ländern!
Die Aktion wird durchgeführt von: Aktionsbüro "Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER"
in Aktionseinheit mit Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD, Arbeits- und Koordinationsausschuss
der Ersten Arbeiter- und Gewerkschafter-Konferenz gegen den Notstand der Republik,
Freie Deutsche Jugend, 3 IG Metall Vertrauensleuten, 6 Betriebsräten und 28 Kollegen von
BMW Werk Regensburg, IG Metall Vertrauenskörperleitung manroland Offenbach, IG Metall
Vertrauenskörperleitung Mercedes Benz Werk Wörth, 35 IG Metall Vertrauensleuten und
Betriebsräten von Mercedes Werk Bremen, Jugendaktionsausschuss - Notstand der Republik.
siehe Stellungnahmen
Werte Freunde und Mitkämpfer der internationalen Antikriegsaktion "Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER",
Im sechsten Jahr nach 2005 führt "Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER" den Kampf gegen den deutschen Krieg.
Was nie wieder sein durfte nach 1945 ist längst Fakt. Was zum nächsten deutschen Krieg führt, wird jeden Tag getan. Seit 1989 hat der Staat der deutschen Monopole und Banken sich das andere Deutschland, die DDR einverleibt. Er stand an vorderster Front, 1993 die Tschechoslowakei zu zerschlagen und ihre Völker durch jene Grenze erneut zu trennen, die einst der Hitlerfaschismus zog. Seine paramilitärische Polizei und sein Militär stehen - unter dem Deckmantel der EU - an Polens Ostgrenzen. Polnische Jugend dient in der deutschen Armee. Die deutschen Monopole haben diesen Ländern eine eigenständige Industrie und damit Lebensgrundlage gestohlen - das Volk verarmt und hungert daran. Deutsche Juristen schreiben Gesetze und deutsche Richter lassen ihr "Recht" in den Ländern Osteuropas sprechen. Deutsche Euroregionen entlang ihrer Grenzen schwächen ihre Staatsmacht. Längst die dominierende Macht in diesen Ökonomien, eignen sich die Monopole und Banken des deutschen Imperialismus in der Weltwirtschaftskrise die wenigen Reste tschechischer, polnischer, ungarischer Produktionsmittel an und laden die Last der Krise nicht nur auf die Schultern der Bevölkerung im eigenen Land, sondern auch der Völker Osteuropas. Usw. usf.
"Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER" wird zum 65. und auch zum 66. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus nicht im Saal bleiben. Ein Aktionszug aus fünf Militär-Lkws wird vom 8. bis zum 15. Mai 2011 durch drei Länder ziehen, dort über den deutschen Kriegstreiber aufklären und vor ihm warnen: Die bereits einverleibte Deutsche Demokratische Republik, die Tschechische und die Polnische Republik. Den Völkern in diesen Ländern und uns muß Mahnung und Erinnerung nützlich sein. Nützlich sein heißt: Dem nächsten Mal zuvorkommen! Über die Kriegstreiber siegen, bevor dieser Sieg von den Völkern in einem dritten Weltkrieg errungen werden muß.
Der Weg des Aktionszugs
"Klassenkampf statt Weltkrieg" soll am 8. Mai in Berlin vor dem Reichstag aufbrechen. Seine Fahrtstrecke ist selbst eine Warnung vor einer - dann vielleicht in der Unauffindbarkeit von Teilen Europas endenden - Wiederholung von Geschichte. Sie beginnt in einem Land, dem der westdeutsche Staatsapparat schon aufgezwungen und das schon dadurch auch in die Krise des deutschen Kapitals gerissen ist. Dem die deutsche Kriegspartei die Zentrale ihrer Kriege, den völkerrechtswidrigen deutschen Generalstab nach Potsdam gepflanzt hat. So gruben die HIMMLISCHEN VIER im Jahr 2006 den deutschen Soldaten aus Brechts "Legende vom toten Soldaten" am Platz der ehemaligen Garnisonkirche wieder aus und nahmen ihn mit unbekanntem Ziel mit sich.
Der Zug zieht über Leipzig und Dresden in das Land, das das letzte Opfer der deutschen Aggression bei der Vorbereitung des zweiten Weltkriegs war. Im Herzen Prags, auf dem Wenzelsplatz, hält er eine Kundgebung ab. Und damit in der Stadt, die das erste Exil so vieler antifaschistischer Widerstandskämpfer war und in der mit der Freien Deutschen Jugend eine Organisation gegründet wurde, die mit "Klassenkampf statt Weltkrieg" heute warnt: Nie wieder darf deutscher Krieg nach
Prag kommen. Nie wieder darf deutscher Widerstand sich in Prag versammeln müssen. Nie wieder wollen wir unsere Organisation freier deutscher Jugend im Ausland gründen müssen.
Über Zittau wird der Zug nach Polen kommen, das mit der Gleiwitz-Lüge das erste Opfer der deutschen Aggression bei der Durchführung des zweiten Weltkriegs wurde. Nie wieder soll aus deutschen Radios eine Stimme zu hören sein, seit 5.45 Uhr werde "zurückgeschossen". Mehrmals wechselt der Zug über die deutsch-polnische Grenze, bis er hinter Kostrzyn der Strecke der Schlacht um die Seelower Höhen folgt. Noch einmal und den Sieg vor Augen starben hier 1945 unzählige Arbeiter und Bauern der Roten Armee, um das deutsche Volk und die Völker der Welt vom Hitlerfaschismus zu befreien. Nie wieder darf eine solche Schlacht geschlagen werden müssen!
Am 15. Mai wird der Aktionszug "Klassenkampf statt Weltkrieg" nach Berlin zurückkehren, in eine Stadt, die es nach einem dritten Weltkrieg wohl nicht mehr gäbe. Das Schicksal der deutschen Kanzlerin, die im Zug mitreist, wird hier eine unerwartete Wendung nehmen.
Der Aktionszug
Den Anfang des Zugs soll die Nachbildung einer deutschen Rakete bilden. Auf ihr macht die Kanzlerin der BRD eine tragikomische Figur. Sie fühlt sich auf dem Projektil sichtlich nicht wohl, versucht in Richtung seiner Spitze zu entkommen und rutscht immer wieder zurück auf das schon Feuer speiende Heck. Im Rauch der Rakete hat ein wachsames Auge ein Rindvieh, vulgo der Stier, durch den das Kapital seine guten Geschäfte an der Börse ausdrückt. Ihm folgt ein Wagen, der die Aufrüstung des innerstaatlichen Gewaltapparats der BRD vertritt. In seiner Geschützluke steht General Steinhoff, einer jener Nazigeneräle, die seit den 50er Jahren die neue deutsche Wehrmacht gegen den Widerstand großer Teile des Volkes aufbauten und gibt sein Bonmot zum Besten: "Es ist angenehmer, den Rauch einer Rakete zu schlucken, als von ihr getroffen zu werden." Dann einer mit Gestalten, die sich noch nicht entscheiden wollen, für wen und gegen wen sie sind. Ihre Ambivalenz und ihr Schwanken wird demonstriert an der Figur des Oskar Matzerath aus Grass' Roman "Die Blechtrommel". Ein Wagen mit Arbeitern und der letzte mit der Jugend werden sich in Deutsch, Tschechisch und Polnisch gegen eine Vaterlandsverteidigung in Deutschland aussprechen ("Wir haben kein Vaterland zu verteidigen!") und für die Souveränität der Tschechischen Republik und Polens ("Nie wieder München!", "Noch ist Polen nicht verloren!").
Zu Verrätern der Anschläge ihrer Herren auf andere Länder werden also die Arbeiter und die revolutionäre Jugend, die vor allen anderen in einem nächsten deutschen Krieg nichts zu gewinnen und alles zu verlieren haben. Siegt das Kapital, siegt die Kriegspartei noch einmal über sie und ihren Kampf für die Arbeitermacht - das vor allem wäre der Weg in den Krieg. So haben sich zur Durchführung des Aktionszugs "Klassenkampf statt Weltkrieg" zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus zusammengeschlossen: Die Mitkämpfer der internationalen Antikriegsaktion "Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER" in den letzten 5 Jahren, der Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD und der Arbeits- und Koordinierungsausschuß der Ersten Arbeiter- und Gewerkschafterkonferenz gegen den Notstand der Republik, der Jugendaktionsausschuß - Notstand der Republik, die Freie Deutsche Jugend. Arbeiter, Betriebsräte, Vertrauensleute aus den Daimler-Werken in Bremen und andere unterstützen den Aktionszug.
Am 8. Mai 2010 wird der Aktionszug eine Generalprobe in Berlin abhalten.
Das schlagen wir zum 65. und zum 66. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus vor. Wir bitten Sie: Unterstützen Sie diesen Aktionszug mit Wort und Tat - und auch mit Geld. Wir bitten Sie um Solidaritätsadressen, damit "Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg!" unüberhörbar und zur Tat wird in diesem Mai 2010 und 2011.
Mit solidarischem Gruß
Stefan Eggerdinger
Aktionsbüro "Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER"
Im Jahre 2006 konnte nach dreijährigem Bemühen
und Dutzenden Verboten zum 61. Jahrestag der
Befreiung vom Hitlerfaschismus zu Lande, zu
Wasser und in der Luft die Anti-Kriegs-Aktion
"Das Begräbnis oder die HIMMLISCHEN VIER" stattfinden.
Vorausgegangen waren 16 Jahre Kampf
um den Berliner Reichstag, der am 13. Mai 2006 von
Erfolg gekrönt war. Die Hauptakteure sind Weltkriegs-
Teilnehmer aus Frankreich, Großbritannien,
der UdSSR und den USA sowie sowjetische Panzer,
ein toter deutscher Soldat und ein Krokodil.
Die Aktion ist zugleich ein Volksmärchen. Sie zeigt
etwas, was es in dieser Form nicht gab. Und uns
deshalb zum Handeln auffordert.
Das Buch dazu enthält: 50 Seiten Bilder / Die Reden der
Himmlischen Vier und aller anderen / Die juristische Chronik. Ca. 200 Seiten. 20 Euro.

Die DVD ist für 12 Euro überall erhältlich, wo es dieses Buch gibt.